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Backfisch & Plumeau
Retten auch Sie Wörtern das Leben!
Was für eine schöne Idee, alte Wörter in dieser Weise zu sammeln und zu
präsentieren“, schreibt ein begeisterter Fan des Wortmuseums – und
weiter: „Darf ich Ihnen ein paar weitere Wörter für Ihr Museum
vorschlagen?“
Klandestines Karessieren
Die Idee des Kay-Uwe Rohn, Wörter, die aus unserem aktiven Wortschatz
herausgefallen sind, zu sammeln, im Internet auszustellen und zu
erklären, animiert einen jeden Sprachbegeisterten zum Mitmachen, selber
Sammeln, ja sogar dazu, selbst Wortmuseumspoesie aus diesen
unverwüstlichen Sprachwertstoffen zu fertigen: Die Autorin der
Financial Times Deutschland zum Beispiel, die über die Ausstellung des
Braunschweiger Wortsammlers berichtete, begann ihre muntere Lobeshymne
ganz kongenial mit einer „maliziösen Muhme“, die „den somnambulen
Backfisch beim klandestinen Karessieren mit dem Gesinde in der Remise
ertappt ...“
Sprachschätze heben
Es sind wunderschöne, fast vergessene oder bereits tief im ewigen Eis
der Sprachvergangenheit verschollene Begriffe, die uns auf
www.wortmuseum.com beeindruckend lebendig entgegenlachen. Wer sagt
heute noch „Plumeau“ zum mit Federn gefüllten Deckbett? Wer beschwert
sich noch mit dem herrlich angestaubten Wort „Fisimatenten“ Über den
Unsinn, den seine Kinder, Mitarbeiter oder Schüler mit ihm treiben?
Diese charmant altmodischen Sprachschätze auszugraben, sie nur so für
sich mit schüchterner Freude auszusprechen oder hier und da im Alltag
wieder einmal anzuwenden, ist ein Vergnügen ganz eigener Art. Besuchen
Sie also spornstreichs das virtuelle Wortmuseum! Jede Woche kommt ein
neues Wort hinzu – es könnte ihres sein. Der Eintritt ist frei, und das
täglich 24 Stunden. Stupend, oder etwa nicht?!
Das virtuelle Wortmuseum auf www.wortmuseum.com hat permanent geöffnet.
Ganz real können Sie die Wortmuseumsausstellung vom 19. Januar bis 1.
März 2007 in der Thalia Buchhandlung an der Hamburger Spitalerstrasse
besichtigen. (Jo Stein, Thalia 4/06)
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